Samstag, 15. August 2009

Aus- und Einreise

Am 21. Juli 2009 habe ich meine lange Reise nach Neuseeland begonnen. An dem Tag bin ich mit zwei anderen Freiwilligen aus München im Zug nach Frankfurt gefahren. In Neu-Anspach, einem Vorort von Frankfurt, hatten 40 Zivildienstleistende ein 10tägiges Vorbereitungsseminar.Viele nette Leute (v.a. die 19 Neuseeländerfahrer, die links im Bild sind) haben das Seminar zu einem angenehmen Abschluss in Deutschland gemacht. Wir hatten vormittags, nachmittags und abends immer eine thematische Einheit. Es ging unter anderem um Kultur, Identität, Vorurteile, Gesundheit, Tourismus, Welthandel und Kinderarbeit. Sehr viel gebracht haben mir auch die praktischen Tipps von Handy über Autokauf bis zu den neuseeländischen Benimmregeln, die uns von einer ehemaligen Neuseelandfahrerin gegeben wurden. Zwar gab es immer nur vegetarisches Essen, was oft auch etwas eigenartig geschmeckt hat, aber insgesamt ganz gut war. Die Abende sind in gemütlichen Runden mit einem Weißbier gut ausgeklungen. Am letzten Abend hatten wir als Abschluss eine Party mit Länderessen. Diese internationale Küche (Neuseeländisch, Taiwanisch, Südafrikanisch, Kolumbianisch) war sehr lecker und sogar mit Fleisch. Als kleine Showeinlage haben die Neuseelandfahrer den Kriegstanz der Maori (Ureinwohner von Neuseeland) vorgeführt. Dieses Ereignis wurde natürlich gefilmt:


Nach einer Nacht in einem Flughafenhotel (mit kostenlosen WLAN) ging die tatsächliche Reise wirklich los: Flüge mit an die 30 Stunden Reisezeit recht. Der Flug mit Thilo (einem anderen Freiwilligen) war aber recht angenehm. Unsere Fluggesellschaft Air New Zealand hatte echt einen super Service. Das Essen und Trinken was spitzenmäßig. Es gab neuseeländisches Essen, wie Lamm und dazu neuseeländisches Bier ;) Darüberhinaus hatte jeder einen eigen Bildschirm in Vordersitz integriert. Damit konnte man sich selbst nach eigenem Belieben mit über 70 Filmen, jede Menge TV-Serien, Musik und Mini-Games entertainen. Es wurde einem also nie langweilig. Mit taten nur irgendwann die Augen weh. Um dem Jetlag vorzubeugen, haben wir schon in London auf NZ Zeit umgestellt und sind nach der aufgeblieben. In London sind wir per Bus ins Flugzeug gelangt (und nicht per Gateway). Diese Möglichkeit haben Thilo und ich genutzt um ein Foto (siehe links) von uns beiden mit dem Flugzeug im Hintergrund zu machen. In Auckland (Ankunftsflughafen) ging es dann mit dem Busshuttle nach Tauranga, etwa 3 Stunden südöstlich von Auckland. Dort hatten wir unser Orientation Camp vom ICYE NZ aus.
Insgesamt waren wir 43 Freiwillige aus der ganzen Welt, wobei 22 Jungs aus Deutschland, also die Mehrheit, kamen. Sonst vertreten waren noch Schweiz, Österreich, Frankreich, Dänemark, Bolivien, Costa Rica, Südkorea, Japan und Taiwan. Rechts ein Gruppenfoto. In einem Park haben wir zusammen sieben Tage verbracht. Wir waren in kleinen 8er Kabinen untergebracht, die jeweils einzeln standen. Nicht wirklich isoliert und mit kleinem elektrischem Zustellheizkörper war es etwas kalt in der Nacht. Aber mit 2 Bettdecken gut auszuhalten. Tagsüber hatten wir Englischunterricht, der für die erfahrenen Englischsprecher (wie eigentlich alle aus Europa) recht langweilig war, da er auch für die weniger geübten Englischschüler aus dem asiatischem Raum ausgelegt war. Aber es gab auch spezielle Gruppenarbeiten, die anspruchsvoller waren. Mit den richtigen Leuten um einen herum war diese Art Schule (und ich dachte ich bin aus der Schule raus…) auch ein Spaß. Mit dem Bus haben wir auch ein paar Ausflüge gemacht um die Umgebung zu sehen. Zum Beispiel sind wir auf den am Rand der Stadt gelegenen Mt Maunganui gewandert. Rechts ein Foto mit dem Blick auf Tauranga. In unserer Freizeit sind wir auch am Beach gewesen und haben wunderschöne Fotos gemacht. Hier links ist eins davon: Ich bin derjenige der winkt, und neben mir stehen einfach noch ein paar andere aus dem Camp. Am Sonntag bin ich dann mit Fiorella (ICYE-Freiwillige aus Costa Rica, die mit in Tauranga war) mit dem öffentlichen Bus nach Napier gefahren. Dort nach sechsstündiger Fahrt angekommen, wurde ich von dem Pfarrer der Kirche und meiner Gastmutter abgeholt.

Damit bin ich am 09. August 2009 endlich komplett im wundervollen NZ angekommen.