Nachdem uns Brett an der Küste enlang geführt hat, sind wir auf den Aussichtspunkt des Hügels gefahren. Von dort stammt das Foto links mit Blick auf Napier. Danach sind wir nach Hastings, der Zwillingsstadt von Napier, ca. 15 min entfernt, gefahren. Dahinter liegt ein Berg (genannt "the peak"), von dem man einen sehr guten Überblick über Hawke's Bay hat. Somit hat uns Brett netterweise auf eine schöne und interessante Tour an unserem ersten Tag genommen. Am Dienstag haben wir dann angefangen, in der Kirche zu arbeiten. Als Fiorella und ich uns am Sonntag während dem Gottesdienst vorgestellt haben, sind wir mit vielen Leuten beim anschließenden morning tea ins Gespräch gekommen. Einer davon war John, ein ehemaliger Sekretär der Napier Memorial Tech Band (concert band/Orchester), der mir angeboten hat, mich zu einer Band Probe zu nehmen. (Die Band wurde 1929 gegründet und gehörte zu der damaligen Technischen Universität, die dann aber beim Erdbeben 1931 zerstört wurde. Nur die Band besteht bis heute.) Nächsten Dienstag Abend hat er mich von zu Hause abgeholt und mich zur zweistündigen Probe in Napier gefahren. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und integriert. Die Band besteht aus jede Menge älteren Leuten (Ü50), aber die andere Hälfte sind junge Leute in meinem Alter. An dem darauf folgenden Sonntag hatte die Band ein Konzert, auf dem ich schon mitspielen sollte.
Also habe ich die rote Bandjacke bekommen und habe mitgespielt. Links ein Foto nach dem Auftritt mit Harvey, dem Trompeter der neben mir sitzt. Zwei Wochen später ist die Band übers Wochenende nach Rotorua zu einem nationalen Konzertband Wettbewerb gefahren, und ich war dabei :) Am Freitag Morgen um zehn ging es mit dem Bus los. (Ich hab den Tag frei bekommen.) Die vierstündige Busfahrt ging über schneebedeckte Pässe und war recht amüsant. Wir hatten zwei Auftritte am Samstag wovon einer von Richtern beurteilt wurde. Bei der Preisverleihung am Abend haben wir Bronze gewonnen. Danach wurde in dem Camp/Gebäudekomplex (Art Jugendherberge), in dem wir untergebracht waren, gefeiert. Am Sonntag sind wir am Vormittag rodeln gewesen (eine Rodelbahn bergab, aber in Wägen mit Reifen und Lenkrad) und anschließend ging es wieder nach Hause.Erica, meine Gastschwester die in Wellington wohnt, war in den zwei Wochen vor dem Bandcamp wegen Semesterferien zu Hause hier in Napier. Durch sie habe ich ihren besten Freund Stefan (Stef) kennen gelernt, der aber auch nicht in Napier wohnt, sondern aufgrund der Semesterferien von seinem Uni-ort Palmerston North hierher gekommen ist. Zu dritt haben wir einiges unternommen wie zum Beispiel eine Nachttour an den Strand. Am Wochenende war die Jugendgruppe der Kirche auf einem Ski-Wochenendausflug, den ich in dem anderen Post erwähnt habe. Stef, der auch der Sohn von Wim, dem Verantwortlichen der Jugendarbeit, ist, war mit dabei. Zusammen hatten wir viel Spaß und haben zum Beisiel gemeinsam gesungen und Gitarre gespielt (Von seiner Mutter habe ich eine Gitarre für meine Zeit hier in Napier ausgeliehen bekommen.) und auch einen Teenager aus der Jugendgruppe in der Früh mitsamt seinem Schlafsack gekidnappt und an einen Laternenpfosten gebunden. Der hat das aber richtig locker genommen. Am darauf folgenden Montag war ich mit Stef im Meer in Napier windsurfen. Es war zwar noch Winter, aber die Sonne hat geschienen (, welche hier in NZ richtig spürbar stark ist,) und es war guter Wind. Mit langem Neoprenanzug blieb der Körper relativ warm, jedoch sind unsere Füße in dem eiskalten Wasser fast erfroren. Wir sind mit Stef's Auto zum Strand gekommen, aber um selbst mobil zu sein, habe ich mir vor ein paar Wochen ein Auto gekauft.
Am 11. September, dem Wochenende nach dem Band Camp, war die Familie meiner Gastmutter beim Skifahren. Sille, Glen, Kirsty und ich sind mit meinem Auto am Freitag Spätnachmittag nach meinem Arbeitsschluss nach Taupo zu einem gemieteten Wochenendhaus gefahren. Als Fahrer dieser dreistündigen Autofahrt mit Kirsty als erfahrene Autofahrerin als Beifahrer, habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Es ist schon komisch auf der anderen Seite zu fahren. Am meisten Schwierigkeiten sind die hier sehr häufig vorkommenden Kreisverkehre, die man hier rechtsrum fährt.
In Taupo haben wir zusammen mit beiden Brüder von Kirsty und ihren Ehefrauen übernachtet. Da am Samstag schlechtes Wetter war und das Skifahren ausfallen musste, haben wir eine Wanderung im Naturschutzpark gemacht. Links ein Foto mit einem Sohn von Kirsty's Bruder, der auch mit dabei war, und mir im schlechten nebeligem Wetter. Am Abend sind wir in einem Pub gegangen um das Rugbyspiel zwischen All Blacks (NZ) und Südafrika zu sehen. Der Sonntag hat wunderschönes Wetter gebracht, welches beim Skifahren den ganzen Tag über genutzt wurde. Als die Lifte geschlossenen haben, ging es wieder nach Hause nach Napier.Meine Arbeit in der Kirche lief die letzten Wochen sehr gut. Fiorella und ich sind gut beschäftigt und das meiste ist angenehme Arbeit. Es ist manchmal schwierig sich gegenüber den Kindern Autorität zu verschaffen, aber es wird immer besser. Als Teammitglieder werden wir beide auch in Entscheidungs- und Planungsprozesse eingebunden. Zur Zeit wird der Teil des Gartens der Kirche umgestalten, der für die Kinder vorgesehen ist. Wir legen Gemüsebeete an, streichen den Zaun bunt, bauen einen Sandkasten und bringen eine Werkbank an. Unser Organisationstalent wird gerade bei der Planung einer Costa Rica Party gebraucht, welche bald für die Kinder stattfinden soll. Ab dem 28.09. sind für zwei Wochen Schulferien, in denen in der Kirche ein großes Ferienprogramm für knapp an die 50 Kinder läuft. Fiorella und ich werden somit den ganzen Tag sehr beschäftigt sein.
Zur Übersicht meine weitere Planung: Bis zum 22. Dezember werde ich in St. Columba arbeiten. Weihnachten werde ich mit meiner Gastfamilie verbringen. Am 26.12. fahre ich dann schon mit der Fähre auf die Südinsel, auf der ich mit anderen Freiwilligen von ICYE in Queenstown Silvester feiern werde. Den restlichen Januar habe ich Urlaub, welchen ich nutzen werde, um die Südinsel zu besichtigen. Am 28.01.2010 haben alle ICYE Freiwilligen ein viertägiges Mid-Year Seminar. Danach geht es für sechs Monate in ein anderes Projekt in NZ. Und dann bin ich schon fast wieder zu Hause in Deutschland.