Mittwoch, 23. September 2009

Wellington

Letztes Wochenende, am Samstag den 19.09.09, bin ich relativ spontan nach Wellington, die Hauptstadt NZ, gefahren. Freitag Abend habe ich noch die Jugendgruppe mitgeleitet. Wir haben Spiele gespielt, Bilder und Videos der vergangenen Ausflüge angeschaut und über Eigentum geredet. Danach habe ich gepackt um am Samstag früh losfahren zu können. Erica, meine Gastschwester in Wellington, hatte mir schon seit längerem angeboten, bei ihr zu wohnen und sie zu besuchen. Am Donnerstag haben wir beschlossen, dass dieses Wochenende für uns beide sehr günstig ist. Ich habe nämlich Montag Nachmittag und Dienstag Vormittag frei bekommen, da ich bei dem Ferienprogramm viele "Überstunden" machen werde. Also bin ich am Samstag um zehn alleine mit meinem Auto von Napier losgefahren. Nach ungefähr drei Stunden regnerischer Autofahrt bin ich im sonnigem Palmerston North angekommen. Dort wohnt und studiert Stef, der beste Freund von Erica, den ich schon in vorherigen Posts erwähnt habe. Mit ihm hatte ich mich zum Mittagessen verabredet. Nach einer kurzen Hausbesichtigung seiner WG haben wir beim Subway gegessen. Da Stef eine Pause von seinem Studium gut gebrauchen konnte, hat er mich für die paar Tage nach Wellington begleitet. Somit sind wir dann zusammen in meinem Auto weiter für ca. zwei Stunden an die südliche Spitze der Nordinsel gefahren, an der Wellington liegt. Wir hatten wunderschönem Sonnenschein, der für Wellington ungewöhnlich ist, da es normalerweise bewölkt und sehr windig ist. Nachdem ich das Auto den steilen Berg hinauf zu Ericas WG gequält hatte, sind ein paar Freunde gekommen und wir haben gemeinsam Abend gegessen. Mit einer Runde Trivial Pursuit und ein paar Bier ist der Abend ausgeklungen. Am Sonntag ging es in einen richtig modernen Gottesdienst. In Ericas Kirche hat eine Rockband fetzige und stimmungsvolle Lieder gespielt. Danach hat ein Gastprediger aus Australien richtig gut gesprochen. Zum Mittagessen sind wir drei (Erica, Stef und ich) mit Lorna, meiner anderen Gastschwester, die ich nun kennen gelernt habe, mit unserem Take-away Essen in einen Park am Strand gegangen. Als wir am Nachmittag auf die Kuppe des Mt Victoria gefahren sind, die oberhalb Wellingtons liegt, haben wir aufgrund des super Wetters eine tolle Aussicht gehabt. Rechst oben ein Bild mit der Innenstadt von Wellington. Links ein Foto mit Stef, Erica und mir.
Am Montag musste Erica in die Uni und daher haben Stef und ich uns selbst auf den Weg gemacht um Wellington zu besichtigen. Das großartige ist, dass in Wellington alle Gebäude und Museen freien Eintritt haben. Wir sind mit dem Bus ins Regierungsviertel gefahren um unsere Tour beim sog. Beehive (Bienenstock) zu beginnen. Dies ist das Amtsgebäude der Exekutive, das aufgrund der Architektur und nicht wegen des Fleißes der darin arbeitenden Personen so benannt wurde, und welches im Bild rechts zu sehen ist. Nach der Besichtigung einiger Kirchen und alter Parlamentsgebäude haben Stef und ich an einer einstündigen geführte Tour (auch kostenlos) durch das Beehive und neue Parlamentsgebäude teilgenommen. Das war ein sehr interessanter Rundgang bei dem wir u.a. den Sitzungsraum des Parlaments gesehen haben. Dabei habe ich z.B. auch gelernt, dass NZ das gleiche Wahlsystem (mit Erst- und Zweitstimme) wie Deutschland hat, und somit das selbe Problem mit den Überhangmandaten hat. Unser mitgebrachtes Mittagessen bestehend aus Sandwichen und Obst haben wir auf dem Rasen vor dem Parlamentsgebäude verzehrt. Das Foto links stammt davon (Beehive links und Parlamentsgebäude rechts). Zu Fuß ging es weiter an der Uferpromenade zum Wellington Meer Museum. Dieses sehr gut aufbereitete Museum war sehr informativ, aber auch unterhaltsam mit z.B. einer Hologramm-show. Der Civic Square, ein Platz im Zentrum der Innenstadt, mit hängender Silberkugel aus silbernem Farn (neuseeländische Landespflanze) war unsere nächste Station. Rechts unten ein Bild von mir, während ich diese Kugel halte :) Danach ging es weiter ins neuseeländische Nationalmuseum "Te Papa". Ein riesiges Museum mit verschiedensten Austellungen auf sechs Stockwerken. Sonntag Nachmittag hatten wir schon zwei Stunden in dem Museum verbracht und nun waren wir am Montag für nochmal zwei Stunden drinnen um wenigstens alles einmal gesehen zu haben. Dies ist aber ein Museum in dem man immer wieder auch nach dem zehnten Besuch Neues entdeckt. Nun haben wir unseren langen Fußmarsch zurück zu Ericas Wohnung angetreten. Quer durch den botanischen Garten, in dem wir uns verirrt haben, und diverse Hügel rauf und runter führte unser Weg. Nach eineinhalb Stunden sind wir schließlich noch rechtzeitig zum Abendessen gekommen. Es gab selbst gemachtes Sushi von Erica. Der nächtliche Ausflug ging wieder auf den Mt Victoria, der uns diesmal aber eine beeindruckende Sicht auf Wellington bei Nacht geboten hat. Am nächsten Morgen ging es wieder nach Hause, wobei ich Stef wieder nach Palmerston North gebracht habe, was sowieso auf dem Weg nach Napier liegt. Um halb drei habe ich dann schon wieder beim Kfc angefangen zu arbeiten. Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende mit viel Spaß (v.a. mit Stef) und auch kulturellem Input.

Dienstag, 22. September 2009

Meine letzten bzw. ersten Wochen

Nachdem ich am Sonntag, den 9. August, in Napier angekommen bin, habe ich gleich am Montag mit der Arbeit angefangen, bzw. wirklich gearbeitet haben Fiorella und ich am ersten Tag nicht. Brett hat uns nur kurz die Räumlichkeiten der Kirche gezeigt und in unsere Arbeitsbereiche eingewiesen. Danach haben wir eine Rundtour durch Napier und Umgebung gemacht. Mit dem Auto sind wir nach Napier gefahren. Kurz zur Geschichte von Napier: 1931 wurde die zu dieser Zeit relativ kleine Stadt durch ein Erdbeben und einem daraus resultierenden Feuer fast völlig zerstört. Bei dem Erdbeben hat sich der Boden um zwei Meter gehoben und damit entstand aus ehemaligem Meer viel neues Land. (In dem Vorort, indem ich gerade wohne, war vor 80 Jahren noch Meer.) Die Innenstadt von Napier wurde relativ schnell nach der Zerstörung komplett im Art Deco Stil neu erbaut. Nun wohnen hier 55 Tausend Einwohner. Napier liegt in der Hawke's Bay, einer Bucht an der Ostküste der Nordinsel. An der Küste ist ein großer Hügel, zu dessen Fuß der Hafen und die Innenstadt von Napier liegt.
Nachdem uns Brett an der Küste enlang geführt hat, sind wir auf den Aussichtspunkt des Hügels gefahren. Von dort stammt das Foto links mit Blick auf Napier. Danach sind wir nach Hastings, der Zwillingsstadt von Napier, ca. 15 min entfernt, gefahren. Dahinter liegt ein Berg (genannt "the peak"), von dem man einen sehr guten Überblick über Hawke's Bay hat. Somit hat uns Brett netterweise auf eine schöne und interessante Tour an unserem ersten Tag genommen. Am Dienstag haben wir dann angefangen, in der Kirche zu arbeiten. Als Fiorella und ich uns am Sonntag während dem Gottesdienst vorgestellt haben, sind wir mit vielen Leuten beim anschließenden morning tea ins Gespräch gekommen. Einer davon war John, ein ehemaliger Sekretär der Napier Memorial Tech Band (concert band/Orchester), der mir angeboten hat, mich zu einer Band Probe zu nehmen. (Die Band wurde 1929 gegründet und gehörte zu der damaligen Technischen Universität, die dann aber beim Erdbeben 1931 zerstört wurde. Nur die Band besteht bis heute.) Nächsten Dienstag Abend hat er mich von zu Hause abgeholt und mich zur zweistündigen Probe in Napier gefahren. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und integriert. Die Band besteht aus jede Menge älteren Leuten (Ü50), aber die andere Hälfte sind junge Leute in meinem Alter. An dem darauf folgenden Sonntag hatte die Band ein Konzert, auf dem ich schon mitspielen sollte. Also habe ich die rote Bandjacke bekommen und habe mitgespielt. Links ein Foto nach dem Auftritt mit Harvey, dem Trompeter der neben mir sitzt. Zwei Wochen später ist die Band übers Wochenende nach Rotorua zu einem nationalen Konzertband Wettbewerb gefahren, und ich war dabei :) Am Freitag Morgen um zehn ging es mit dem Bus los. (Ich hab den Tag frei bekommen.) Die vierstündige Busfahrt ging über schneebedeckte Pässe und war recht amüsant. Wir hatten zwei Auftritte am Samstag wovon einer von Richtern beurteilt wurde. Bei der Preisverleihung am Abend haben wir Bronze gewonnen. Danach wurde in dem Camp/Gebäudekomplex (Art Jugendherberge), in dem wir untergebracht waren, gefeiert. Am Sonntag sind wir am Vormittag rodeln gewesen (eine Rodelbahn bergab, aber in Wägen mit Reifen und Lenkrad) und anschließend ging es wieder nach Hause.

Erica, meine Gastschwester die in Wellington wohnt, war in den zwei Wochen vor dem Bandcamp wegen Semesterferien zu Hause hier in Napier. Durch sie habe ich ihren besten Freund Stefan (Stef) kennen gelernt, der aber auch nicht in Napier wohnt, sondern aufgrund der Semesterferien von seinem Uni-ort Palmerston North hierher gekommen ist. Zu dritt haben wir einiges unternommen wie zum Beispiel eine Nachttour an den Strand. Am Wochenende war die Jugendgruppe der Kirche auf einem Ski-Wochenendausflug, den ich in dem anderen Post erwähnt habe. Stef, der auch der Sohn von Wim, dem Verantwortlichen der Jugendarbeit, ist, war mit dabei. Zusammen hatten wir viel Spaß und haben zum Beisiel gemeinsam gesungen und Gitarre gespielt (Von seiner Mutter habe ich eine Gitarre für meine Zeit hier in Napier ausgeliehen bekommen.) und auch einen Teenager aus der Jugendgruppe in der Früh mitsamt seinem Schlafsack gekidnappt und an einen Laternenpfosten gebunden. Der hat das aber richtig locker genommen. Am darauf folgenden Montag war ich mit Stef im Meer in Napier windsurfen. Es war zwar noch Winter, aber die Sonne hat geschienen (, welche hier in NZ richtig spürbar stark ist,) und es war guter Wind. Mit langem Neoprenanzug blieb der Körper relativ warm, jedoch sind unsere Füße in dem eiskalten Wasser fast erfroren. Wir sind mit Stef's Auto zum Strand gekommen, aber um selbst mobil zu sein, habe ich mir vor ein paar Wochen ein Auto gekauft. Ich radl zwar jeden Tag zur Kirche (zwei Mal hin und zurück, da ich zum Mittagessen heim komme) und habe das als Autobesitzer auch nicht geändert. Nur wenn es regnet ;) Und das kommt hier in der Hawke's Bay, die Bucht in der ich wohne, recht selten vor. Wenn dann regnet es meistens nur nachts. Aufgrund des hohen Gebirges westlich der Hawke's Bay, kommt hier in Napier nur schönes Wetter an, was angeblich das beste in ganz Neuseeland sein soll. Zurück zum Thema, durch ein eigenes Auto komme ich zum Beispiel einfach zur Band Probe und bin allgemein unabhängig. Für meinen Reisemonat (im Januar) ist ein eigenes Transportmittel auch unerlässlich. Über trademe (eine Onlineplatform ähnlich wie Ebay, welche die Kiwis (=Neuseeländer) für alles mögliche nutzen) habe ich ein richtig günstiges Auto in der Nähe gefunden. Nachdem ein Mechaniker, welcher ein Freund von meiner Gastmutter ist, das Auto inspiziert hat, habe ich den spritsparsamen 1995 Mitsubishi Lancer gekauft. Da der Wertverlust bei einem solchen Auto sehr gering ist, hoffe ich, dass ich das Auto zum selben Preis wieder verkaufen kann. Damit ich mich daran gewöhne auf der linken Straßenseite zu fahren, was als Fahrradfahrer schon gut klappt, hat mir Peter, der Verantwortliche für Kfc, eine Fahrstunde im Van der Kirche gegeben. Da wir bei Regen die Kinder von der Schule mit dem Van abholen oder bei einem Ausflug mich als Fahrer des Vans brauchen, kam es auch Peter gelegen, dass ich sicher auf der "falschen" Straßenseite fahre.
Am 11. September, dem Wochenende nach dem Band Camp, war die Familie meiner Gastmutter beim Skifahren. Sille, Glen, Kirsty und ich sind mit meinem Auto am Freitag Spätnachmittag nach meinem Arbeitsschluss nach Taupo zu einem gemieteten Wochenendhaus gefahren. Als Fahrer dieser dreistündigen Autofahrt mit Kirsty als erfahrene Autofahrerin als Beifahrer, habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Es ist schon komisch auf der anderen Seite zu fahren. Am meisten Schwierigkeiten sind die hier sehr häufig vorkommenden Kreisverkehre, die man hier rechtsrum fährt. In Taupo haben wir zusammen mit beiden Brüder von Kirsty und ihren Ehefrauen übernachtet. Da am Samstag schlechtes Wetter war und das Skifahren ausfallen musste, haben wir eine Wanderung im Naturschutzpark gemacht. Links ein Foto mit einem Sohn von Kirsty's Bruder, der auch mit dabei war, und mir im schlechten nebeligem Wetter. Am Abend sind wir in einem Pub gegangen um das Rugbyspiel zwischen All Blacks (NZ) und Südafrika zu sehen. Der Sonntag hat wunderschönes Wetter gebracht, welches beim Skifahren den ganzen Tag über genutzt wurde. Als die Lifte geschlossenen haben, ging es wieder nach Hause nach Napier.

Meine Arbeit in der Kirche lief die letzten Wochen sehr gut. Fiorella und ich sind gut beschäftigt und das meiste ist angenehme Arbeit. Es ist manchmal schwierig sich gegenüber den Kindern Autorität zu verschaffen, aber es wird immer besser. Als Teammitglieder werden wir beide auch in Entscheidungs- und Planungsprozesse eingebunden. Zur Zeit wird der Teil des Gartens der Kirche umgestalten, der für die Kinder vorgesehen ist. Wir legen Gemüsebeete an, streichen den Zaun bunt, bauen einen Sandkasten und bringen eine Werkbank an. Unser Organisationstalent wird gerade bei der Planung einer Costa Rica Party gebraucht, welche bald für die Kinder stattfinden soll. Ab dem 28.09. sind für zwei Wochen Schulferien, in denen in der Kirche ein großes Ferienprogramm für knapp an die 50 Kinder läuft. Fiorella und ich werden somit den ganzen Tag sehr beschäftigt sein.
Zur Übersicht meine weitere Planung: Bis zum 22. Dezember werde ich in St. Columba arbeiten. Weihnachten werde ich mit meiner Gastfamilie verbringen. Am 26.12. fahre ich dann schon mit der Fähre auf die Südinsel, auf der ich mit anderen Freiwilligen von ICYE in Queenstown Silvester feiern werde. Den restlichen Januar habe ich Urlaub, welchen ich nutzen werde, um die Südinsel zu besichtigen. Am 28.01.2010 haben alle ICYE Freiwilligen ein viertägiges Mid-Year Seminar. Danach geht es für sechs Monate in ein anderes Projekt in NZ. Und dann bin ich schon fast wieder zu Hause in Deutschland.

Dienstag, 15. September 2009

Work

Meine Projektstelle (von August bis Dezember) ist die St. Columba's Presbyterian Church in Taradale, einem weiteren Vorort von Napier. Mit dem Fahrrad, das ich von dem Pfarrer bekommen habe, brauche ich ca. zehn Minuten von zu Hause zur Kirche. Brett Walker ist der Pfarrer der Kirche. Ein ganz gelassener, offener und freundlicher Mann. Ich arbeite zusammen mit einer anderen Freiwilligen aus Costa Rica. Fiorella (18 Jahre) und ich sind links im Bild zu sehen, welches an unserem ersten Sonntag in der Kirche aufgenommen wurde. So ziemlich den ganzen Tag arbeite ich mit ihr, da wir die selben Aufgaben haben. Ich komme aber richtig gut mit ihr klar. Ihr Englisch ist nicht das Beste, wird aber immer besser. Die Kommunikation ist daher manchmal etwas schwierig aber nie unmöglich. Mittlerweile sind wir richtig gute Freunde geworden.





Mein Arbeitswochenplan:


Montag:
  • 14:30 - 17:30 Kfc (Kids Friendly Care)
  • 19:00 - 21:00 Youth Group nwt (Now We are Talking)
Dienstag:
  • 07:30 - 09:00 Kfc
  • 09:00 - 12:00 Church projects
  • 14:30 - 17:30 Kfc
Mittwoch:
  • 07:30 - 09:00 Kfc
  • 09:00 - 10:30 Mainly Music
  • 10:30 - 11:30 Alpha Course
  • 11:30 - 12:30 EIT
  • 14:30 - 17:30 Kfc
Donnerstag
  • 07:30 - 09:00 Kfc
  • 09:00 - 11:00 Mainly Music
  • 11:30 - 12:30 EIT
  • 14:30 - 17:30 Kfc
Freitag
  • 07:30 - 09:00 Kfc
  • 09:00 - 12:00 Community Service
  • 14:30 - 17:30 Kfc
  • 19:00 - 22:00 Youth Group Massive
Samstag
  • frei
Sonntag
  • 9:00 - 11:30 Gottesdienst

Nun zur Erläuterung:
Kfc (Kids friendly care) ist am besten mit einer Ganztagskinderbetreuung zu vergleichen. Und nicht mit der FastFood-Kette "Kentucky fried chicken" zu verwechseln :D Das Programm ist für Grundschulkinder (6 bis 10 jährige), deren Eltern ganztägig arbeiten, ausgelegt. In der Früh geben einige Eltern ihre Kinder in der Kirche ab. Wir frühstücken manchmal mit ihnen und beschäftigen sie meisten mit Spielen. Dann begleiten wir sie zur Schule, die um 09:00 beginnt. Wenn die Schule um 15:00 aus ist, holen wir (so um die 20) Kinder ab und gehen zur Kirche zurück. Dort gibt es dann "Afternoontea" (Nachmittagssnack). Wir kümmern uns um die Kinder bis sie von den Eltern abgeholt werden, d.h. wir helfen ihnen bei ihren Hausaufgaben, spielen mit ihnen oder passen einfach auf sie auf wenn sie sich selbst beschäftigen. Die Jungs spielen die meiste Zeit Rugby und ich muss natürlich immer mitspielen, was ich aber auch gerne mache. Damit habe ich die Regeln des neuseeländischen Nationalsports spielend gelernt. Peter leitet dieses Programm und ist jeden Tag mit dabei. Er ist ein sehr lustiger Kerl, der gut mit Kindern umgehen kann. Fiorella und ich unterstützen ihn jeden Tag. Wir verstehen uns richtig gut mit ihm. Daneben gibt es noch weitere Mitarbeiter, die abwechselnd mithelfen: drei Erwachsene (Lousie, Dawn und Wim) und zwei 18jährige Schülerinen (Erin und Vicky). Alles nette und lustige Leute. (FOTOS folgen noch)

Youth group nwt
"Now we are Talking" (nwt) ist eine Jugendgruppe für 16 bis ca. 20 jährige, die sich jeden Montag Abend trifft. Fiorella und ich sind eher Teilnehmer in dieser kleinen Runde, die durch uns auch profitiert. Diese Diskussionsgruppe befasst sich mit sozialen, ethnischen und christlichen Themen für die sich die Altersgruppe interessiert. Aufgelockert wird dies durch eine Tasse Tee oder Kaffee, Kekse, Filme (meist Auschnitte) und eine lockere Atmosphäre und Handhabung. Wim ist für diese Gruppe und allgemein für die Jugendarbeit zuständig.

Youth group Massive
Diese Jugendgruppe ist für 13 bis 16 jährige ausgelegt und findet jeden Freitag Abend statt. Mit zwischen 20 und 30 Teenagern pro Woche ist diese Gruppe sehr beliebt. Auf dem Programm stehen Ausflüge zu verschiedenen Einrichtungen (z.B. Tierheim, Krematorium) oder Konzerten und abwechslungsreiche Programme in der Kirche wie z.B. Spieleabende. Vor ein paar Wochen waren wir für ein Wochenende auf einem Skiausflug. In zwei Ferienhäusern haben wir von Freitag bis Sonntag gewohnt. Am Samstag waren wir den ganzen Tag auf einem noch aktiven Vulkan Skifahren. (Links ein Bild von der Aussicht vom höchsten Punkt mit einem schlafenden Vulkan in der Ferne.)
In der Jugendgruppe steht der Spaß natürlich im Vordergrund, aber christliche Werte werden trotzdem vermittelt.
Wim ist der Verantwortliche und wird durch Brian, Vinzent, Fiorella und mich unterstützt.



Mainly Music
Dies ist ein Programm für Vorschulkinder (1 bis 5 jährige) mit ihren Eltern, meist Müttern. Wie der Name schon sagt, geht es größtenteils um Musik. Eine halbe Stunde lang singen wir Kinderlieder mit CD- oder Klavierbegleitung. Dazu gibt es passende Bewegungen und teilweise Musikinstrumente wie Trommeln oder anderes Zubehör. Im Bild links sieht man die Kinder und Mütter mit gebastelten Regenbögen, die zu einem passenden Lied benützt werden. Neben dem Spaß, den die Kinder haben, sollen sie nebenbei auch spielend Körperteile, Bewegungen, Farben usw. lernen. Als Abschluss gibt es "morning tea", d.h. Tee oder Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen und Kekse und Wasser für die Kinder. Geleitet wird dieses Programm von zwei Frauen Margarete (Mittwoch) und Karen (Donnerstag). Fiorella und ich helfen beim Aufbau, der Durchführung (Singen und Tanzen) und Abbau. Zusätzlich helfen noch einige ältere Damen, v.a. als Klavierspieler und in der Küche für den morning tea.

EIT
Das Eastern Institute of Technology (EIT) entspricht einer Fachhochschule. Dort helfen Fiorella und ich zweimal pro Woche den zwei Kaplanen (Geistliche auf dem Campus) Chris und Steve mit meist Büroarbeit. Da die Arbeit der Kaplanen eng an die St. Columba's Church gebunden ist und Brett sich dafür engagiert, fällt diese Arbeit unter unseren Aufgabenbereich.

Church projects
Fiorella und ich erledigen in dieser Zeit verschiedene Aufgaben, die in der Kirche anfallen. Zur Zeit planen wir eine Kinderfeier unter dem Motto "Costa Rica", die nächsten Freitag am frühen Abend stattfinden wird. Wir organisieren die Aktivitäten, das Essen, die Werbung und alles was sonst dazu gehört.

Alpha Course
Dies ist ein Kurs auf DVD von einem britischen Pfarrer, der versucht den christlichen Glauben zu erklären und den Zuschauern näher zu bringen. Da Fiorella und ich in einem christlichen Projekt sind und mit christlichen Themen zu tun haben, ist es Brett (dem Pfarrer) wichtig, dass wir uns diesen lockeren Religionsunterricht in Ausschnitten jeden Mittwoch kurz gemeinsam anschauen und darüber diskutieren. Der Sprecher ist recht gut und bringt viele passende, reelle Geschichten zur Visualisierung.

Community service
Am Freitag Vormittag helfen Fiorella und ich jemandem aus der Kirchengemeinde. Zum Beispiel haben wir einmal ein Mann besucht, der sich das Bein gebrochen hat. Ich habe dann die Autobatterie von seinem Truck gewechselt und Fiorella sollte den Rasen mähen. Jedoch hatte sich der Sohn den mit Benzin betriebenen Rasenmäher ausgeliehen und dann mit leerem Tank zurückgebracht. Ein anderes Mal habe ich einem älterem Ehepaar beim Umgraben ihres Gemüsegartens geholfen. Anschließend habe ich ein leckeres Mittagessen bekommen und der Mann hat mir viele Fotos gezeigt und Geschichten über Napier erzählt. (Napier wurde 1931 durch ein Erdbeben und einem daraus resultierenden Feuer fast völlig zerstört und danach im Art Deco Stil neu erbaut. Auch die Landschaft hat sich drastisch verändert, da sich der Boden um zwei Meter gehoben hat. Dort wo ich gerade wohne, war vor 100 Jahren noch Meer.) Für unsere freiwillige Arbeit spenden die Leute dann Geld an die Kirche.